Dünsberg-Verein e. V.
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Schalet, Supp’ und andere Köstlichkeiten beim Dünsbergverein
Biebertal (ws). Das war ein besonderer Abend für die Teilnehmer der »historischen Kochrunde«, zu der der Dünsbergverein in die Küche
der Georg-Kerschensteiner-Schule in Rodheim eingeladen hatte. Die Idee dazu hatte Förster a. D. Peter Moos. Unter dem Motto »Der
Dünsberg kocht« wurden überlieferte Rezepte ausprobiert.
Nach dem
gemeinsamen Kochen
widmeten sich die
Dünsbergfreunde den
kulinarischen Genüssen
der »historischen
Gerichte« aus Omas
Zeiten. Hinten links
Initiator und Ideengeber
Förster a. D. Peter
Moos. (Foto: ws)
Biebertal (ws). Das war ein besonderer Abend für die Teilnehmer der »historischen Kochrunde«, zu der der Dünsbergverein in die Küche der
Georg-Kerschensteiner-Schule in Rodheim eingeladen hatte. Die Idee dazu hatte Förster a. D. Peter Moos. Unter dem Motto »Der Dünsberg
kocht« wurden überlieferte Rezepte ausprobiert.
Nach dem gemeinsamen Kochen widmeten sich die Dünsbergfreunde den kulinarischen Genüssen der »historischen Gerichte« aus Omas
Zeiten. Hinten links Initiator und Ideengeber Förster a. D. Peter Moos. (Foto: ws)
Maßgebend waren Charakter und Originalität. »Dies ist kein Kochwettbewerb und kein Kochkurs, sondern ein gemeinsames Erarbeiten,
Erinnern und Genießen von (fast) vergessenen Gerichten«, sagte Moos. Er erinnerte daran, dass in der Nachkriegszeit auf dem Dorf wenig Zeit
zum Kochen blieb, dass Essen eine andere Wertigkeit hatte.
Sattwerten statt genießen stand im Vordergrund. Es gab nur beschränkte Einkaufsmöglichkeiten auf dem Dorf, keine Elektroherde oder andere
elektrische Helferlein in der Küche.
Die meisten Lebensmittel wurden selbst erzeugt. Auf den Dörfern wurden Hausschlachtungen durchgeführt. Die Konservierungsmöglichkeiten
der Nahrungsmittel war beschränkt. In den 1960er Jahren erst kamen Kühlschrank und Tiefkühltruhe in Mode. Das Ess- und Kochverhalten
änderte sich mit steigendem Einkommen, und Reisen brachten neue Ideen und Gerichte. Heute dagegen ist alles ganzjährig verfügbar.
Kräutergärten und Wochenmärkte sind »in«. Die Bio-Kost ist auf dem Vormarsch. »Es gibt aber auch Nachteile. Viele Eltern sind berufstätig. Die
Großmütter kochen nicht mehr für die Großfamilie. Fertiggerichte und Mikrowelle haben Einzug gehalten. Imbissbuden und McDonalds gibt’s in
jedem größeren Ort. Hinzu kommen die Lebensmittel-Skandale«, so Peter Moos.
Sieben der 14 Teilnehmer kochten, die anderen sieben legten Hand an bei der Vorbereitung der Gerichte und der Zutaten. Beim nächsten
Treffen wird gewechselt. Beim ersten gemeinsamen Kochen wurde – nach der Vorstellung der Rezepte – eine deftige Suppe mit weißen
Bohnen, gekochten Kartoffeln und Dörrfleischwürfeln zubereitet. Ferner »Blindhuhn«, ein Gemüsegericht mit verschiedenen Gemüsearten, und
ein »Eierkäs«. »Schalet«, »Weckfensel« und »Dippedotz« rundeten das »Kochprogramm« ab.
In geselliger Runde wurden bei einem guten Tropfen Rot- oder Weißwein sowie alkoholfreien Getränken alle Gerichte nacheinander probiert. Da
das gemeinsame Kochen soviel Freude machte und großen Anklang fand, soll es wiederholt werden.
Quelle: Artikel Gießener Allgemeine vom 21.11.2012
Wegen großer Nachfrage hat der Dünsbergverein alle Gerichte in einem Kochbuch zusammengestellt.
Hierfür vielen Dank an Kerstin March, Monika Haus und Peter Moos
Sie können das Kochbuch hier als PDF-Datei downloaden:
- Der Dünsberg kocht
Archiv 2014